Darum geht's beim KulturKlub: Die Idee dahinter

 

 

 

KulturLeben Hamburg setzt sich dafür ein, dass in den Kulturveranstaltungen unserer Stadt Platz für alle ist.

Platz für alle? Das bedeutet auch Platz für unsere Kleinsten.

 

Neuere Studien haben gezeigt, dass dieses Ziel noch lange nicht erreicht ist. Gerechte Teilhabe hängt in Deutschland – gemessen an unseren europäischen Nachbarn – überdurchschnittlich stark von Herkunft und sozialem Status ab.

Dass dies keine Randerscheinung ist, sondern als Problem bis in die Mitte unserer Gesellschaft reicht, zeigen einige Zahlen, die in den vergangenen Jahren u.a. von der Bertelsmann Stiftung und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband ermittelt wurden: 

In Deutschland gelten aktuell 15 Prozent der Kinder als arm oder stark armutsgefährdet. In Hamburg beträgt diese Quote sogar 21 Prozent.

Besonders häufig betroffen sind dabei Kinder von Alleinerziehenden und Kinder mit mehr als zwei Geschwistern. Armut bedeutet in Deutschland für die wenigsten Kinder, dass sie Hunger leiden müssen oder dass ihr Dach über dem Kopf n Gefahr ist. Arm sein als Kind in Deutschland bedeutet jedoch für alle Betroffenen, dass sie nicht oder nur in sehr eingeschränktem Maße teilnehmen können am gesellschaftlichen Leben. 

Und genau hier setzt der KulturKlub an. 

 

Schon seit Beginn unserer Arbeit bei KulturLeben Hamburg haben wir mit unserem Angebot über die Zweitkarte auch Kinder aus Familien mit geringen Einkünften im Blick. Doch wie erreichen wir den Nachwuchs, wenn der Zugang zu Kunst und Kultur nicht sowieso über Eltern oder Großeltern erfolgt?

Mit unserem neuen KulturKlub ermöglichen wir ganz gezielt den Kindern, die in Familien mit geringem Einkommen groß werden, den kostenfreien Zugang zu kulturellen Veranstaltungen in unserer Stadt. 

 

Das erfolgt nach altbekanntem KulturLeben-Prinzip, aber zusätzlich fokussieren wir uns eben nun auf diese neue Zielgruppe.

Das bedeutet für uns: viel Netzwerkarbeit in den Vierteln, in denen wir das Projekt anbieten. Denn wer kann uns besser dabei unterstützen, die Kinder und Familien zu erreichen, an die sich unser Angebot wendet, als die Akteure der Sozialen Arbeit vor Ort in den Quartieren?! (Unsere KulturKlub-Sozialpartner sind Teil unseres Vereins-Netzwerks – eine Übersicht findet ihr hier.)

In Kooperation mit unseren Partnern aus Kultur und Sozialwirtschaft helfen wir mit dem KulturKlub, Schwellen abzusenken und dort Zugänge zu schaffen, wo für unsere Zielgruppe die Türen bislang verschlossen geblieben sind.